Ausgerechnet ein Plakat, das für mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften werben soll, ist in Oststeinbek beschädigt worden. Unbekannte haben aus einem großflächigen Banner der Kampagne „Respekt für Retter“ den Kopf eines abgebildeten Rettungsdienstmitarbeiters herausgeschnitten. Der Vorfall erinnert an ähnliche Sachbeschädigungen im Kreis Stormarn, die bereits im September für Aufsehen gesorgt hatten.
Das Banner steht öffentlich sichtbar in Oststeinbek und zeigt vier Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk. Über den Schriftzügen „Ostholstein sagt Danke“ und „Stormarn sagt Danke“ soll die Kampagne auf die wichtige Arbeit der Menschen aufmerksam machen, die täglich für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz sind.

Doch das Motiv ist inzwischen erheblich beschädigt. Der Kopf des mittig abgebildeten Rettungsdienstmitarbeiters wurde vollständig aus der Plane entfernt. Zurückgeblieben ist ein großes Loch, durch das die dahinterliegende Metallkonstruktion sichtbar wird. Die übrigen abgebildeten Einsatzkräfte sind augenscheinlich unbeschädigt geblieben.
Wann die Beschädigung erfolgte und wer dafür verantwortlich ist, ist bislang unklar.
Schon mehrere Angriffe auf Kampagnenbanner im Kreis Stormarn
Es ist nicht der erste bekannt gewordene Vorfall dieser Art. Bereits im September sorgte eine Beschädigung am Kreishaus in Bad Oldesloe für Unverständnis. Dort war ein Banner derselben Kampagne offenbar mit einem Feuerzeug beschädigt worden.
Landrat Dr. Henning Görtz und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth verurteilten die Beschädigung. Gemeinsam mit Vertretern von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk machten sie deutlich, dass Angriffe auf die Kampagne nicht einfach hingenommen werden sollten.
Bereits im vergangenen Jahr war es am selben Standort zu einer Sachbeschädigung gekommen. Auch aus Trittau und Bargteheide wurden vergleichbare Fälle bekannt.
Um die Aufklärung des Vorfalls in Bad Oldesloe zu unterstützen, setzte der Kreis Stormarn eine Belohnung von 500 Euro aus. Jörg Schumacher von der Bürger-Stiftung Stormarn erhöhte diese um weitere 500 Euro. Damit standen insgesamt 1.000 Euro für Hinweise zur Verfügung, die zur Ermittlung des Verursachers führen.
Ob die Beschädigung in Oststeinbek mit den bisherigen Fällen zusammenhängt, ist nicht bekannt.
Kampagne wirbt für Anerkennung und Respekt
Die Kampagne „Respekt für Retter“ richtet sich gegen mangelnden Respekt gegenüber Menschen, die beruflich oder ehrenamtlich für andere im Einsatz sind. Sie soll die gesellschaftliche Wertschätzung für Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste und weitere Hilfsorganisationen stärken.
Gerade vor diesem Hintergrund wirft die Beschädigung in Oststeinbek Fragen auf. Während das Banner für Anerkennung und Zusammenhalt wirbt, wurde ausgerechnet das Gesicht eines der dargestellten Helfer entfernt.
Ob es sich um eine gezielte Beschädigung mit Bezug zur Kampagne oder um einen anderen Hintergrund handelt, ist bislang nicht geklärt.
Redaktion bittet um Stellungnahme
Eine Antwort lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vor.
Unklar ist zudem, ob die Polizei bereits Ermittlungen aufgenommen hat.
Der Barsbütteler Rundfunk wird über neue Erkenntnisse berichten.
Dir gefällt unsere Arbeit?
Der Barsbütteler Rundfunk berichtet unabhängig und lokal. Wenn dir unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über einen kleinen Beitrag für die Kaffeekasse.
Fast geschafft ☕
Du unterstützt mit –. Für die Quittung brauchen wir nur Name & E-Mail.
