Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist die Herzog-Adolf-Brücke in Reinbek wieder für den Verkehr freigegeben. Am Montagnachmittag (5. Oktober) wurde der Neubau offiziell eröffnet. Rund 20 Anwohner kamen zusammen, um die Freigabe gemeinsam mit Bürgermeister Björn Warmer und Vertretern der Stadt zu feiern.
Um 17.15 Uhr war es so weit: Gemeinsam räumten Anwohner, Bürgermeister sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung die Absperrungen auf beiden Seiten der Brücke beiseite. Wenig später rollte das erste Auto unter dem Applaus der Anwesenden über das neue Bauwerk.
„Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken: Bei der Kommunalpolitik für die Flexibilität und die Sofort-Beschlüsse, bei den Kollegen der Baufirma für die blitzschnelle Umsetzung – das war alles richtig gut. Und jetzt freuen wir uns einfach“, sagte Bürgermeister Björn Warmer bei der Eröffnung.
Auch bei den Anwohnern war die Freude groß. Eine Frau, die bereits seit 1969 in unmittelbarer Nähe der Brücke lebt, zeigte sich begeistert: „Ich finde das eine ganz tolle Sache, dass wir so eine schöne Brücke bekommen. Dass wir das noch erleben dürfen.“
Neue Brücke ist breiter als ihr Vorgänger
Die Herzog-Adolf-Brücke verbindet die Sophienstraße mit der Ladestraße und führt über die Gleise der S-Bahn sowie des Regional- und Fernverkehrs. Ihr Vorgänger stammte aus dem Jahr 1980 und war zunehmend sanierungsbedürftig. Wiederholt waren Schäden an den Brückenrampen, der Fahrbahn und den Gehwegen aufgetreten.
Da eine Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen wäre, entschied sich die Stadt für einen vollständigen Neubau. Die neue Brücke ist mit 9,85 Metern rund einen Meter breiter als das bisherige Bauwerk. Dadurch stehen nun zwei reguläre Fahrspuren zur Verfügung, sodass Fahrzeuge problemlos aneinander vorbeifahren können. Auch der Gehweg wurde verbreitert.
Bauarbeiten trotz Bahnverkehr eine Herausforderung
Für den Neubau nutzte die Stadt Reinbek die neunmonatige Sperrung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin. Allerdings verkehrten weiterhin S-Bahnen unterhalb der Brücke. Arbeiten von der Unterseite des Bauwerks aus waren deshalb nicht möglich.
Nach Angaben des Projektleiters Janzen vom ausführenden Bauunternehmen Becker aus Meppen stellte dies eine der größten Herausforderungen während der Bauarbeiten dar.
Die alte Herzog-Adolf-Brücke war am 7. Oktober 2025 für den Verkehr gesperrt worden. Mit der Freigabe am 5. Oktober 2026 konnte die Verbindung damit nach knapp zwölf Monaten wieder genutzt werden.
Ganz abgeschlossen ist das Bauprojekt allerdings noch nicht. Bis Ende Oktober stehen weitere Restarbeiten an. Anschließend soll die formale Abnahme erfolgen. Auf den Straßenverkehr haben die ausstehenden Arbeiten nach Angaben der Stadt keinen Einfluss mehr.
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