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Gefahr unter den Füßen: Feuerwehren trainieren Eisrettung am Öjendorfer See

Hamburg|Oststeinbek – Wenn Seen zufrieren, wirkt das Eis oft stabiler, als es tatsächlich ist. Genau diese trügerische Sicherheit

Februar 11, 2026
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Hamburg|Oststeinbek – Wenn Seen zufrieren, wirkt das Eis oft stabiler, als es tatsächlich ist. Genau diese trügerische Sicherheit macht das Einbrechen ins Eis zu einer der gefährlichsten Einsatzlagen für die Feuerwehr. Am Montagabend führten die Freiwilligen Feuerwehren Oststeinbek und Öjendorf deshalb eine gemeinsame Eisrettungsübung am Öjendorfer See durch.

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Training für eine lebensgefährliche Einsatzlage

Im Mittelpunkt des Übungsdienstes stand die Gefahrenlage „Einbrechen ins Eis“. Eisstärke und Tragfähigkeit können sich innerhalb weniger Meter stark unterscheiden. Was an einer Stelle noch hält, kann wenige Schritte weiter sofort brechen – mit dramatischen Folgen für Menschen und Tiere, aber auch für Helfer.

Unter möglichst realistischen Bedingungen trainierten die Einsatzkräfte verschiedene Rettungsszenarien. Ausgestattet mit speziellen Schutzanzügen, Rettungsleitern, Seilen, Schlauchbooten und Rettungsringen übten sie die Rettung eingebrochener Personen aus dem eiskalten Wasser. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Eigensicherung und dem Arbeiten aus sicherer Entfernung.

Öjendorfer See

Wiederkehrende Einsätze am Öjendorfer See

Dass dieses Training notwendig ist, zeigen die vergangenen Wochen. Der Öjendorfer See ist in den Wintermonaten immer wieder Anziehungspunkt für Spaziergänger, Kinder und Hundebesitzer. In der Folge musste die Feuerwehr Öjendorf mehrfach ausrücken.

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Unter anderem brach ein Hund auf dem Eis ein und konnte nur mit großem Aufwand gerettet werden. Zudem hielten sich wiederholt Kinder auf der Eisfläche auf und brachten sich dabei in erhebliche Gefahr. Auch am Montagmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr Öjendorf erneut in den Reinskamp alarmiert, nachdem Kinder das Eis betreten hatten.

Rettungsring statt Risiko

Ein wichtiger Bestandteil der Übung war das gezielte Werfen von Rettungsringen. Diese Methode ermöglicht es, verunglückte Personen schnell zu erreichen, ohne dass Einsatzkräfte selbst das brüchige Eis betreten müssen. Gerade bei instabilen Eisflächen kann dies entscheidend sein, um weitere Einbrüche zu vermeiden.

Klare Warnung der Feuerwehr

Die Feuerwehren nutzen die Übung zugleich für einen eindringlichen Appell: Das Betreten von Eisflächen ist lebensgefährlich. Auch bei anhaltenden Minusgraden sind viele Gewässer nicht ausreichend gefroren. Besonders Eltern werden gebeten, Kinder und Jugendliche für die Risiken zu sensibilisieren.

Durch regelmäßige gemeinsame Übungen stellen die Feuerwehren sicher, dass sie bei den immer wiederkehrenden Einsätzen am Öjendorfer See schnell, koordiniert und sicher handeln können – denn auf dem Eis zählt im Ernstfall jede Minute.

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