Foto: Stadt Glinde T.Senff
Mit dunkelblauer Uniform, Warnweste und der Aufschrift „Ordnungsamt“ sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) in Glinde unterwegs. Das Team soll nach Angaben der Stadt das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken, Vorschriften durchsetzen und als Ansprechpartner vor Ort dienen.
Die Aufgaben des KOD unterscheiden sich von denen der Polizei. Nach Angaben des Leiters des Amtes für Bürgerservice, Bernd Mahns, kontrollieren die Mitarbeitenden unter anderem den ruhenden Verkehr, ahnden Ruhestörungen und überwachen öffentliche Plätze und Anlagen. Zudem kümmern sie sich um illegale Müllablagerungen, Verschmutzungen und die Einhaltung kommunaler Satzungen wie der Leinenpflicht für Hunde. Perspektivisch seien auch Präventions- und Beratungsangebote denkbar.
Die Polizei bleibt hingegen für Straftaten wie Gewaltdelikte oder Drogendelikte sowie für den fließenden Verkehr zuständig.
Nach Angaben der Stadt setzt der Kommunale Ordnungsdienst zunächst auf Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die bisherigen Erfahrungen seien überwiegend positiv. Viele Menschen reagierten verständnisvoll, wenn sie angesprochen würden, berichten die Mitarbeitenden. Das vierköpfige Team ist im gesamten Stadtgebiet unterwegs, unter anderem auf dem Markt, in Parks, an Spielplätzen und Schulen.
Seit November 2025 besteht der Kommunale Ordnungsdienst aus vier Personen im Alter zwischen 27 und 61 Jahren. Nach Einschätzung des Teams hat sich die Sauberkeit an bekannten Müllablagerungsorten bereits verbessert. Pro Tag legen die Mitarbeitenden nach eigenen Angaben zwischen 18.000 und 28.000 Schritte zurück.
Bedrohliche Situationen habe es bislang nicht gegeben. Die Mitarbeitenden seien in Selbstverteidigung geschult worden und führten für Notfälle unter anderem Tierabwehrspray, einen Einsatzstock und Handschellen mit sich. Zudem stehe der Kommunale Ordnungsdienst im regelmäßigen Austausch mit der Polizei.
