Sirenen heulen, Rauch dringt aus einem Wohnhaus, drei Menschen befinden sich noch im Gebäude: In Braak im Kreis Stormarn wurden Feuerwehrleute am Sonntagmittag mit einem besonders herausfordernden Szenario konfrontiert. Erst im Verlauf des Einsatzes wurde deutlich, dass hinter dem vermeintlichen Kellerbrand eine aufwendig vorbereitete Alarmübung steckte.
BRAAK – Mit Sirenen und Meldeempfängern wurden die Einsatzkräfte am Sonntag (25. Oktober) um 11.49 Uhr in die Straße Op de Loh alarmiert. Die Meldung ließ zunächst Schlimmes befürchten: „Bestätigtes Feuer, zwei Personen im Gebäude.“
Für die Feuerwehrleute aus Braak und Stapelfeld ging es umgehend zum vermeintlichen Brandort. In einem Wohnhaus sollte im Keller ein Feuer ausgebrochen sein. Dichter Rauch und deutlicher Brandgeruch sorgten für eine täuschend echte Einsatzlage.
Plötzlich waren drei Menschen in Gefahr
Unter schwerem Atemschutz drangen mehrere Trupps in das Gebäude vor. Oberste Priorität hatte die Rettung der vermissten Personen.
Doch die Lage stellte sich anders dar als zunächst gemeldet: Statt zwei mussten insgesamt drei Menschen gefunden werden. Zwei befanden sich im Keller, eine weitere Person im ersten Obergeschoss.
Den Feuerwehrleuten gelang es, alle drei Personen innerhalb kurzer Zeit aus dem Gebäude zu retten und anschließend zu versorgen.
Parallel dazu bekämpften weitere Einsatzkräfte den simulierten Kellerbrand. Mithilfe einer Wärmebildkamera kontrollierten sie anschließend die betroffenen Räume.

Feuerwehrleute wussten nichts von der Übung
Was die Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt zunächst nicht wussten: Der vermeintliche Ernstfall war eine unangekündigte Alarmübung.
Unter der Leitung der Braaker Wehrführung war das Szenario in einem Gebäude vorbereitet worden, das ohnehin abgerissen werden soll.
Um die Bedingungen möglichst realistisch zu gestalten, wurde im Keller ein Holzofen angeheizt. Dadurch entstanden nicht nur sichtbarer Rauch, sondern auch der typische Geruch eines Feuers.
Die Feuerwehrleute gingen deshalb über längere Zeit von einem tatsächlichen Brandeinsatz aus.
Nach 110 Minuten war alles vorbei
Nachdem sämtliche Übungsziele erreicht waren, gab die Einsatzleitung das Kommando zum Rückbau. Die Feuerwehrleute verstauten ihre Ausrüstung und rückten zur Braaker Feuerwache ab.
Dort wurde das Vorgehen gemeinsam ausgewertet. Nach insgesamt rund 110 Minuten war der Einsatz beendet.
Mit der unangekündigten Übung sollten insbesondere die Menschenrettung unter Atemschutz, die Brandbekämpfung und die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren unter möglichst realistischen Bedingungen trainiert werden.
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