Die Mountainbike-Strecke an der Westseite der Theodor-Wulff-Höhe, im Ort als Katzenberg bekannt, ist seit Samstag gesperrt. Die Sperrung wurde von Fahrern und Unterstützern der Anlage selbst vorgenommen. Hintergrund sind Hinweise der Gemeindeverwaltung auf mögliche Haftungsrisiken. Während ein offizieller Beschlussvorschlag der Verwaltung den Rückbau vorsieht, wächst im Ort die Unterstützung für einen Erhalt der Strecke.
Die Strecke besteht aus mehreren naturbelassenen Abfahrten und wird seit Jahren regelmäßig genutzt. Zu den Fahrern gehört der 14-jährige Tim Janke aus Barsbüttel. Sein Vater, Sebastian Janke, begleitet ihn häufig. Nach Angaben der Unterstützer nutzen wöchentlich rund 80 bis 200 Personen das Gelände, darunter auch Fahrer aus Nachbargemeinden und Hamburg.
Viele Jugendliche betonen, dass die Strecke ein wichtiger Treffpunkt sei. „Wir kommen nach der Schule fast immer hierher“, sagt der zwölfjährige Miki, Schüler der Erich Kästner Gemeinschaftsschule (EKG). Eltern verweisen auf die zentrale Lage und die gute Erreichbarkeit für Kinder und Jugendliche.
Eine Petition, die den Erhalt der Strecke fordert, hat inzwischen über 400 Unterschriften gesammelt. Eine Unterstützergruppe aus der Nachbarschaft – darunter Malte Hoops, Michael Bechtler und Mark Herzog – setzt sich für eine Lösung ein, die einen rechtssicheren Weiterbetrieb ermöglicht.
Auch in der Kommunalpolitik gibt es Rückhalt. Angela Tsagkalidis (Bündnis 90/Die Grünen Barsbüttel) erklärt, ihre Fraktion unterstütze die Suche nach einer tragfähigen Lösung. Die SPD Barsbüttel spricht sich ebenfalls für den Erhalt aus. Die Fraktion verweist darauf, dass die Strecke für viele junge Menschen im Ort eine wichtige Rolle spiele und unterstützt die Prüfung eines Modells, das durch einen Verein oder eine Trägerschaft organisiert werden könnte.
Die rechtliche Einschätzung der Gemeinde bleibt jedoch unverändert. In einer schriftlichen Stellungnahme weist Bürgermeister Thomas Schreitmüller darauf hin, dass die Strecke ohne Genehmigung auf gemeindlichem Grundstück entstanden sei und die Gemeinde seit Kenntnisnahme eine Verkehrssicherungspflicht habe. Parallel dazu liegt ein Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, der den Rückbau der Anlage vorsieht. Die Kosten werden mit 5.000 bis 10.000 Euro angegeben.
In der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses erläuterte die Verwaltung die rechtlichen Rahmenbedingungen. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, Gespräche mit den Jugendlichen und Unterstützern aufzunehmen. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass während der Sperrung keine Nutzung erfolgen soll. Für mögliche Lösungen müssten zudem mehrere Behörden – darunter Kreisverwaltung, Bauaufsicht und Naturschutz – einbezogen werden.
Wie es weitergeht, ist offen. Die Gemeinde plant in den kommenden Wochen Gespräche mit den beteiligten Gruppen. Unterstützer und Politik hoffen auf eine Lösung, die den Fortbestand der Strecke ermöglicht.
