Hamburger DOM / Henning Angerer
Der Hamburger Winterdom öffnet am Freitag (6. November) wieder seine Tore. Bis zum 6. Dezember werden auf dem Heiligengeistfeld knapp eine Million Besucher erwartet. Neben drei neuen Attraktionen feiert auch ein italienisches Gastronomiekonzept seine Premiere. Zugleich zeigt sich, wie sich das Volksfest in den vergangenen Jahren verändert hat: Vegetarische und vegane Speisen nehmen einen immer größeren Platz ein. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen sollen die Preise stabil bleiben. Auch für Familien ist ein umfangreiches Programm geplant.
Hamburg. Auf dem Heiligengeistfeld laufen die letzten Vorbereitungen für den 696. Hamburger Winterdom. Ab Freitag verwandelt sich das Gelände in St. Pauli für gut vier Wochen wieder in einen Jahrmarkt. Insgesamt 233 Schaustellerangebote, darunter mehr als 60 Fahrgeschäfte und Attraktionen, sollen Besucher aus Hamburg und der gesamten Metropolregion anziehen.
Zum diesjährigen Winterdom gehören vier Neuheiten. Drei davon betreffen das Unterhaltungsangebot, die vierte die Gastronomie. Neben den Premieren stehen zahlreiche bekannte Fahrgeschäfte, drei Feuerwerke und mehrere Veranstaltungen für Familien auf dem Programm.
Die offizielle Eröffnung übernimmt Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard am Freitag um 15.30 Uhr vor dem Fahrgeschäft „Wilde Maus“.

Drei neue Attraktionen feiern Premiere
Zu den auffälligsten Neuheiten gehört das Fahrgeschäft „Mayday – The Ultimate Thrill“. Die Anlage wurde in Italien gebaut und erst im Juli dieses Jahres erstmals in Betrieb genommen. Nun ist sie zum ersten Mal auf dem Hamburger DOM vertreten.
Bis zu 16 Fahrgäste können gleichzeitig in vier Gondeln Platz nehmen. Ein großer Fahrarm hebt die Gondeln auf eine Höhe von bis zu 17 Metern. Während sich das Gondelkreuz dreht, überschlagen sich die einzelnen Gondeln zusätzlich. Durch die Kombination verschiedener Bewegungen entstehen wechselnde Fahrtabläufe.
Eine weitere Premiere feiert der Virtual-Reality-Simulator „Phaenomenon“. Besucher tragen während der Fahrt VR-Brillen, die sie in digitale Erlebniswelten versetzen. Die Bewegungen der Plattformen sind auf das virtuelle Geschehen abgestimmt. Bis zu 18 Personen können gleichzeitig teilnehmen.

Mit der „Spaßallee“ kommt außerdem ein neues Laufgeschäft auf das Heiligengeistfeld. Dort müssen Besucher bewegliche Böden, Wackelbrücken und weitere Hindernisse überwinden. Anders als bei den großen Fahrgeschäften stehen dabei Geschicklichkeit und Gleichgewicht im Vordergrund.
Neben den drei Neuheiten sind auch zahlreiche bekannte Attraktionen vertreten. Dazu zählen unter anderem „Evolution“, „Infinity“, „Air Power“ und „Predator“. Der „Evolution“ erreicht eine Höhe von bis zu 66 Metern und Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde.
Für jüngere Besucher stehen rund 20 Kinderfahrgeschäfte zur Verfügung.
Pasta aus dem Parmesanlaib: Auch gastronomisch gibt es eine Premiere

Die vierte Neuheit betrifft das gastronomische Angebot. Mit „Pasta Pronto“ ist erstmals ein italienisches Pastakonzept auf dem Hamburger DOM vertreten. Betrieben wird der Stand von Schaustellerin Sabrina Böttner und ihrer Familie.
Im Mittelpunkt stehen frisch zubereitete Nudelgerichte, die unter anderem direkt in einem Parmesanlaib geschwenkt werden. Angeboten werden verschiedene Variationen, darunter Gerichte mit Champignons, Scampi oder Hähnchenfilet.
Auch Gäste mit bestimmten Lebensmittelunverträglichkeiten werden berücksichtigt. So gehören glutenfreie Nudeln und laktosefreie Alternativen zum Angebot. Welche Gerichte konkret geeignet sind, sollten Betroffene vor der Bestellung erfragen.
Die neue Pasta-Gastronomie ist zugleich ein Beispiel dafür, wie sich das Speisenangebot des Hamburger DOM in den vergangenen Jahren verändert hat.
Neben klassischen Jahrmarktgerichten wie Bratwurst, Pommes, Schmalzkuchen und gebrannten Mandeln werden zunehmend internationale Speisen sowie vegetarische und vegane Alternativen angeboten.
Nach Angaben von Sören Lemke, Leiter des DOM-Referats der Hamburger Wirtschaftsbehörde, umfasst das Angebot inzwischen rund 120 vegetarische und vegane Speisevarianten.
Die Entwicklung spiegelt veränderte Ernährungsgewohnheiten wider. Immer mehr Gastronomiebetriebe berücksichtigen bei ihrer Speisenauswahl auch Gäste, die auf Fleisch oder vollständig auf tierische Produkte verzichten.
Insgesamt sind auf dem diesjährigen Winterdom 85 Gastronomien und Bäckereien vertreten. Die traditionellen Jahrmarktgerichte bleiben dabei fester Bestandteil des Angebots.
Schausteller setzen trotz steigender Kosten auf stabile Preise
Auch die wirtschaftliche Situation der Schausteller spielt beim diesjährigen Winterdom eine wichtige Rolle. Hohe Investitionen in neue Fahrgeschäfte, steigende Betriebskosten und die allgemeine wirtschaftliche Lage stellen viele der überwiegend familiengeführten Betriebe vor Herausforderungen.
Robert Kirchhecker, Präsident des Schaustellerverbandes Hamburg von 1884, erklärte, dass die Preise trotz der schwierigen Rahmenbedingungen nicht gestiegen seien.
Gerade für Familien ist die Preisentwicklung von Bedeutung. Zwar ist der Eintritt auf das Heiligengeistfeld kostenlos, für die Nutzung der Fahrgeschäfte, Spiele und gastronomischen Angebote fallen jedoch jeweils eigene Kosten an.
Hinter den neuen Attraktionen stehen unterdessen teilweise erhebliche Investitionen. Neben den Anschaffungskosten müssen die Schausteller den Transport, den Auf- und Abbau sowie den laufenden Betrieb ihrer Anlagen finanzieren. Neue Fahrgeschäfte stellen deshalb für viele Familienunternehmen ein wirtschaftliches Risiko dar.
Familientag: Mittwochs bis zu 30 Prozent Rabatt
Eine Möglichkeit zum Sparen bietet der traditionelle Familientag. Jeden Mittwoch gewähren zahlreiche Fahr-, Spiel- und Laufgeschäfte Ermäßigungen von bis zu 30 Prozent. Auch verschiedene Gastronomiebetriebe beteiligen sich mit vergünstigten Angeboten.
Die Rabatte gelten nicht ausschließlich für Familien, sondern für alle Besucher. Besonders für Eltern mit mehreren Kindern kann sich ein Besuch an einem Mittwoch lohnen.
Drei Feuerwerke über dem Heiligengeistfeld

Zu den traditionellen Höhepunkten des Hamburger Winterdoms gehören die großen Feuerwerke. Gleich dreimal soll der Himmel über St. Pauli während des diesjährigen Volksfestes in bunten Farben erstrahlen.
Das erste Feuerwerk ist bereits für den Eröffnungstag am Freitag, 6. November, geplant. Weitere Termine sind Freitag, der 20. November, und Freitag, der 4. Dezember. Beginn ist jeweils um 22.30 Uhr.
Die offizielle Eröffnung findet bereits am Freitag um 15.30 Uhr vor dem Fahrgeschäft „Wilde Maus“ statt. Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard wird den Winterdom eröffnen.
Zur Eröffnungsfeier werden außerdem Freikartenhefte im Wert von jeweils mehr als 250 Euro, DOM-Teddys und Naschboxen verlost.
Lichter- und Laternenlauf: Ein besonderer Abend für Kinder

Am Mittwoch, 11. November, steht der Winterdom ganz im Zeichen leuchtender Laternen. Um 17.30 Uhr beginnt vor dem Riesenrad der traditionelle Lichter- und Laternenlauf.
Begleitet von Musik und großen, beleuchteten Fantasiefiguren ziehen Kinder und Familien gemeinsam über das Veranstaltungsgelände. Der Umzug gehört zu den besonderen Familienaktionen des Winterdoms und soll vor allem den jüngsten Besuchern ein gemeinsames Erlebnis bieten.
Wer noch keine eigene Laterne besitzt, kann mit etwas Glück eine kostenlose erhalten. Bereits ab 16 Uhr werden im Veranstaltungszelt neben dem Riesenrad Laternen mit Leuchtstab ausgegeben.
Das Angebot richtet sich an die ersten 200 Kinder bis einschließlich acht Jahre. Die Ausgabe erfolgt, solange der Vorrat reicht.
DOM-Maskottchen Bummel ist wieder unterwegs

Auch das bekannte DOM-Maskottchen Bummel darf beim Winterdom nicht fehlen. Der große Bär ist während des Volksfestes regelmäßig auf dem Heiligengeistfeld unterwegs und steht für Begegnungen und Erinnerungsfotos zur Verfügung.
Besucher können Bummel mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr sowie sonntags zwischen 15 und 17 Uhr in der Nähe des Riesenrades antreffen.
Die Rundgänge finden allerdings nur bei geeignetem Wetter statt. Bei Regen bleibt das Maskottchen in seiner Bärenhöhle.
Nikolaus kommt zum Abschluss des Winterdoms

Am letzten Veranstaltungswochenende wird es auf dem Heiligengeistfeld noch einmal besonders weihnachtlich. Passend zum Nikolaustag besucht der Nikolaus am Samstag, 5. Dezember, und Sonntag, 6. Dezember, den Winterdom.
Kinder bis zwölf Jahre können an beiden Tagen zwischen 15.30 und 18 Uhr ihre Wunschzettel persönlich abgeben. Außerdem stehen Weihnachts- und Wintergeschichten auf dem Programm.
Der Besuch ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich. Das Nikolauszelt befindet sich neben dem Riesenrad.
Damit endet der Winterdom in diesem Jahr ausgerechnet am Nikolaustag – und bietet Familien zum Abschluss noch einmal eine besondere Aktion.
Barsbütteler Rundfunk verlost DOM-Paket im Wert von 250 Euro
Auch die Leserinnen und Leser des Barsbütteler Rundfunks haben die Möglichkeit, einen besonderen Besuch auf dem Winterdom zu gewinnen.
Mit freundlicher Unterstützung des Hamburger DOM verlost der Barsbütteler Rundfunk auf Instagram ein DOM-Paket im Wert von 250 Euro.
Für die Teilnahme müssen Interessierte dem Instagram-Account des Barsbütteler Rundfunks folgen, den Gewinnspielbeitrag liken und eine Begleitperson markieren, die ebenfalls dem Account folgt. Die markierte Person muss sich entsprechend den Teilnahmebedingungen ebenfalls am Gewinnspiel beteiligen.
Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 15. November 2026, um 23.59 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird anschließend ausgelost und per Instagram-Direktnachricht benachrichtigt.
Das Gewinnspiel und die vollständigen Teilnahmebedingungen sind auf der Instagram-Seite des Barsbütteler Rundfunks zu finden.
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Winterdom bis zum 6. Dezember geöffnet
Der Hamburger Winterdom läuft vom 6. November bis einschließlich 6. Dezember 2026. Geöffnet ist das Volksfest montags bis donnerstags von 15 bis 23 Uhr, freitags und samstags von 15 bis 24 Uhr sowie sonntags von 14 bis 23 Uhr.
Am Volkstrauertag (15. November) und am Totensonntag (22. November) gelten abweichende Öffnungszeiten von 15 bis 23 Uhr.
Das Heiligengeistfeld ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die U-Bahn-Stationen St. Pauli und Feldstraße (U3) sowie Messehallen (U2) erreichbar. Insbesondere an den Wochenenden und zu den Feuerwerken ist mit einem erhöhten Besucheraufkommen zu rechnen.
Der Eintritt auf das Gelände ist frei.
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